Tradition und Kompetenz

Sie finden uns in Langerwehe, einem Dorf am Rande des Naturparks Nordeifel, zwischen Düren und Aachen. Die Bundesstraße B 264 war früher eine wichtige Handelsstraße, die Frankfurt über Aachen mit Flandern und Brabant  verband. Bereits seit dem 12. Jahrhundert wird hier Keramik produziert, denn die Töpfer förderten in Langerwehe einen grauen Steinzeugton, der sich hervorragend für die Fertigung salzglasierten Steinzeugs eignete.Die waldreiche Eifelregion lieferte Holz als nötigen Brennstoff für die Öfen.

Im Jahre 1980 stießen wir bei Ausschachtungsarbeiten auf unserem Werkstattgelände auf die Gemäuer eines Ofens aus dem 15. Jahrhundert. Dieses einzigartige Stück handwerklicher Familiengeschichte können Sie heute beim Besuch der Töpferei besichtigen. Das Bonner Landesmuseum führte systematische Grabungsarbeiten durch und legte auf unserem Werkstattgelände vier weitere historische Brennöfen frei. Der älteste Ofen stammt aus dem 12. Jahrhundert.

Unsere Werkstattadresse ist das Ulhaus. Der Straßenname leitet sich ab vom altdeutschen Wort „Ul”, das wiederum vom lateinischen „olla” stammt. Beide Worte bedeuten „Topf” und die „Ulner” oder auch „Auler” oder „Euler” waren die Töpfer.

Bis zum Jahre 1880 bezogen wir unseren Ton aus eigener Grube. Das Material wurde hierbei unter Tage in Schollen abgebaut. Heute beziehen wir unseren Ton per Bahn aus dem Westerwald (Kannenbäckerländchen).

Vor etwa dreißig Jahren wurde die Fertigung von gartenkeramischen Erzeugnissen zunehmend interessant. Wir entwickelten ein breites Formenangebot an Pflanzkübeln, Pflanzschalen, Blumenampeln, Vogeltränken, Wasserspeiern und vieles mehr. Heute betreiben wir in unserer Werkstatt mehrere große, elektrisch betriebene Brennöfen, einen gasbefeuerten Gasofen für Steingut sowie einen großen, gasbefeuerten Salzofen.

Die Werkstatt wird geleitet von den beiden Töpfermeistern Edmund und
Rudolf Rennertz.

Töpfermeister
Karl Rennertz um 1900

Töpfermeister
Edmund Rennertz

Töpfermeister
Rudolf Rennertz

Werkstattführung